Allgemeine Informationen

La Gomera ist die zweitkleinste Insel den Kanaren. Sie liegt ungefähr 30km westlich von Teneriffa, 55km südöstlich von La Palma und 60km nordöstlich von El Hierro sowie rund 370km vom afrikanischen Festland (ungefähr auf der Höhe von Agadir) entfernt.

La Gomera im Morgenlicht
La Gomera im Morgenlicht

Die Insel hat eine fast kreisrunde Form (rund 25km Durchmesser) mit einer Oberflächenausdehnung von 378km². Die höchste Erhebung ist mit 1.487m über dem Meer der Alto de Garajonay.

La Gomera gehört zum Verwaltungsbereich von Teneriffa.

Die Vulkaninsel La Gomera dürfte ungefähr 12 Millionen Jahre alt sein. Die letzten vulkanischen Eruptionen fanden aber bereits in vorgeschichtlicher Zeit statt.

La Gomera zählt 22.259 Einwohner (2007). Mit 51,4 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt die Insel an vorletzter Stelle der Statistik der Kanaren. (http://www.gobiernodecanarias.org/istac/)

Bekannt ist La Gomera durch seinen einzigartigen „Urwald“ mit Lorbeer- und Erikabäumen (Nationalpark Garajonay), sowie der weltweit nur auf dieser Insel existierenden Pfeifsprache der Gomeros El Silbo.

La Gomera wird auch als Insel des Kolumbus bezeichnet, da von hier aus einige seiner Entdeckungsfahrten starteten.

Die spachliche Bedeutung des Namens La Gomera liegt im Dunkeln. Es gibt drei Theorien:

  • dass der Name von einem Baum, der Gummi (span. Goma) „produziert“ (Mastixstrauch / span. Lentisco), abstammen könnte
  • oder von einem Spanier namens „Gomez“
  • oder es ist ein Guanchenname.
Garajonay, der Märchenwald
Nationalpark Garajonay, im Märchenwald

Klima

Der Nordostpassat bestimmt zusammen mit dem Kanarenstrom (ein Teil des Golfstromes) das Klima der Insel. Beide haben einen kühlenden Effekt und sorgen für das wohltuende, ganzjährig frühlingshaftes Inselklima (denn eigentlich liegt La Gomera ja keine 400km vom afrikanischen Festland entfernt auf den gleichen geographischen Breiten wie die Sahara!). Extreme Temperaturschwankungen gibt es nicht. Selten kann es zu einigen Tagen mit großer Hitze kommen, wenn Luftstömungen Sand aus der Sahara mitbringt (Calima). Durch den Kanarenstrom bedingt, liegt die Wassertemperatur im Sommer zwischen 21 bis 23°C und im Winter zwischen 18 und 20°C.

Der Nordostpassat, der die Inselmitte in den Höhenlagen oft in ein märchenhaftes Ambiente tauchen, sorgt für die Feuchtigkeit „im grünen Herzen der Insel“ (Tropf- und Nieselregen), der Nationalpark ist ein verwunschener Nebelwald. In den Bergen herrschen daher auch im Sommermonaten mit 17°C angenehme Temperaturen. Im Winter (Januar und Februar) kann es auch in den Niederungen und an der Küste zu Regen kommen. Aber für mitteleuropäische Verhältnisse ist auf La Gomera eigentlich immer Frühling oder Sommer. Zutreffend wird bei den Kanaren auch von den „Inseln des ewigen Frühlings“ gesprochen.

  • Sommertemperatur max. 28,7°C – min. 18,7°C
  • Wintertemperatur max. 21,3°C – min. 13,7°C

Gomera ist aufgrund seiner geomorphologischen Situation sehr viel „wetterbegünstigter“ als z.B. La Palma; es gibt hier nicht so krasse Wetterunterschiede wie auf der westlichen Nachbarinsel. Die kleine Insel La Gomera liegt darüberhinaus im Windschatten des großen Nachbarn Teneriffa, was zudem das inselweit gemäßigte Klima begünstigt.

Strand von Hermigua
Hermigua im Norden La Gomeras: An der Küste ist der Himmel klar, die Passatwolken bilden sich am Gebirge in der Inselmitte