Die „Gomeros an sich“…

…sind lebenslustige und stolze Menschen, die sehr mit ihrer Heimat La Gomera verbunden und verwurzelt sind. Auf der Insel hat man es nicht eilig. Der nächste Tag kommt, so oder so, oder noch anders. Die Menschen definieren sich nicht über ihre Arbeit, sondern sie sind, wie sie sind, ganz einfach. Weltweit einzigartig ist die Pfeifsprache der Gomeros „El Silbo“.

in Agulo
in Agulo

Eine Arbeit zu finden, ist schon immer auf der Insel schwer gewesen. Daran hat sich seit dem vorigen Jahrhundert bis zum heutigen Tage nichts geändert. Immer wieder sind die Gomeros ausgewandert, in der Vergangenheit vorzugsweise nach Venezuela und nach Kuba, heute oft nach Mitteleuropa. Vor allem durch die Rückwanderer aus der Karibik und Südamerika hat sich die Kultur Gomeras (und der Kanaren) geprägt: Salsa, Merengue und Lebensstil sind „importiert“ worden. Auch wenn die Gomeros Spanier sind, haben sie doch mit Flamenco und Stierkampf (dem Klischee des Festlandsspaniers) nichts zu tun – im Gegenteil.

Wie insgesamt in Spanien, ist die Familie von besonderer Bedeutung, auch wenn sich die Strukturen durch den Tourismus – insbesondere in den Zentren – verändern. Auffallend ist der liebevolle Umgang mit Kindern. Auf einer Fiesta sind die Kleinen auch durchaus noch nachts um zwei Uhr zugange. Das ist vollkommen normal und stellt keinen Fall für den Kinderschutzbund dar.

Böse Zungen bezeichnen die Gomeros übrigens als die „Ostfriesen der Kanaren“. Es existieren auch entsprechende Witze. Ob das Gerücht stimmt, muss jeder selber herausfinden.